Hockey Huttwil - EHC Basel

Okt.
20
2018
Saison
Hockey Huttwil - EHC Basel 6:2
C. Perren
Hockey Huttwil
6:2
(1:0 1:1 4:1)
EHC Basel

"Special-Teams" entscheiden Partie. EHC Basel verliert in Huttwil mit 2:6.

(Bericht: Reto Büchler, Foto: C. Perren)

 

67 Zweiminutenstrafen wurden in den ersten 10 Saisonspielen gegen die Spieler des EHC Basel ausgesprochen. Das sind die meisten aller Mannschaften der MySports League. Diese fehlende Disziplin mit vier Gegentoren in Unterzahl war auch im Auswärtsspiel in Huttwil einer der Gründe für die überhaupt nicht zwingende 2:6 Niederlage.

 

Mit dem Tabellenzweiten Hockey Huttwil (ehemals EHC Brandis) traf Basel auf eine erfahrene und eingespielte Mannschaft Im Gegensatz zur offiziellen Aufstellung spielte Heughebaert als 7. Verteidiger. Die vierte Sturmlinie mit den Flügeln Vodoz und Lehner komplettierten abwechslungsweise die anderen Center.

 

Basel ging anfangs noch konzentriert zu Werke. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit zunächst wenig Unterbrüchen. Dies änderte sich gegen Ende des ersten Abschnitts, als erste Strafen ausgesprochen wurden. Im ersten Unterzahlspiel zeichnete sich Osterwalder mit wichtigen Paraden aus. Als jedoch 34 Sekunden vor Schluss nach einer Rauferei sich gleich drei Basler auf der Strafbank wiederfanden, war auch der Basler Torhüter geschlagen. Nägeli traf 17 Sekunden vor der Sirene bei 5 gegen 3.

 

Zu Beginn des Mitteldrittels drückte Huttwil auf den zweiten Treffer. Dabei hatte Basel Glück, dass Matter Sekunden nach Wiederbeginn nur den Pfosten traf. Eine Einzelleistung von Hrabec ermöglichte den Gästen m Powerplay den Ausgleich. In der Folge gab es Chancen hüben wie drüben Besonders erwähnenswert der doppelte Big Save vom starken Osterwalder in der 35. Minute, als er mirakulös gegen zwei Berner rettete. Kurz vor Drittelsende war Basels Rückhalt dann zum zweiten Mal geschlagen. Gegen den Direktschuss von Hess nach schnellem Querpass von Steiner war er machtlos.

 

Das Schlussdrittel begann Basel furios. Mit seinem 2. Tor an diesem Abend glich Hrabec auf Pass von Lanz aus. Sekunden später hat Pozzorini eine sogenannte "Hundertprozentige", um den EHC erstmals in Führung zu schiessen. Basel war jetzt dem Führungstreffer näher, der jedoch wieder den Gastgebern nach einem Energieanfall von Kovac gelang. Kurz darauf fast der Ausgleich durch Hrabec. Der Pfosten hatte was dagegen. In Unterzahl ergab sich dann auch noch eine Ausgleichsmöglichkeit durch Schir. Beim anschliessenden Gegenangriff gelang Topscorer Steiner dann das vorentscheidende 4:2. Die restlichen zwei Tore durch Lerch und Gurtner, letzteres ins verwaiste Basler Tor, waren dann noch Zugabe.

 

Nicht nur die Verantwortlichen des EHC Basel waren nach dem Spiel "angesäuert", sondern auch Verteidiger Michael Maurer, der diverse Mängel bei seiner Mannschaft ausmachte: "Offensiv waren wir in den Ecken immer am drehen gewesen und haben die Scheibe nicht aufs Tor gebracht. Es fehlte zudem oft ein Mann vor dem Torhüter. Der ist gross und sah alle Schüsse.  Defensiv hatten wir zu lange Einsätze, da der Gegner sehr aggressiv angegriffen hat und wir oft nicht schnell genug wechseln konnten. Dann ist der Rhythmus nicht gut."  Der Grund, warum sich denn oft niemand vor den Torhüter stellt, sieht Maurer ganz oben am Körper: " Das ist Kopfsache! Vor dem Tor tut es weh, manchmal richtig weh. Wir brauchen Spieler, die keine Angst haben, auch defensiv Leute welche die Scheibe "fressen", sich auch mal in einen Schuss legen. Da gibt es Mannschaften, die einen "Blockshot" nach dem anderen machen. Da haben wir Mühe und müssen das auch im Training mehr machen." Auch die vielen Strafen stören ihn: "Strafen kann man nehmen, aber mit den "dummen" müssen wir dringend aufhören. Zudem ist unser Problem auch, dass wir im Powerplay zu wenig Tore schiessen. Am System liegt es nicht. Der Trainer will, dass wir vor das Tor gehen, reine Kopfsache…"

 

Die Spieler des EHC Basel haben jetzt 4 Tage Zeit, die von Michael Maurer richtigerweise angesprochenen Punkte anzunehmen und aufzuarbeiten. Denn am nächsten Mittwoch steht mit dem Auswärtsspiel gegen Dübendorf ein weiterer harter Brocken im Weg, der nur mit Disziplin, Wille und Einsatz aus dem Weg geräumt werden kann.

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Hockey Huttwil - EHC Basel 6:2 (1:0, 1:1, 4:1)

Eishalle Campus Huttwil – 308 Zuschauer

Schiedsrichter: David Truffer, Sandro Sinnathurai, Nicolas Binnebeek

Strafen: 20. Nägeli (Ruch) 1:0. 27. Hrabec {4} (Rattaggi {2}, Schir {3}) 1:1. 39. Hess (Steiner) 2:1. 42. Hrabec {5} (Lanz {6}) 2:2. 51. Kovac (Schütz, Steiner) 3:2. 53. Steiner (Schütz) 4:2. 57. Lerch (Hain) 5:2. 60. Gurtner (Lerch) 6:2.

8 mal 2 Minuten gegen Basel; 6 mal 2 Minuten plus 10 Minuten (…) gegen Huttwil.

Tore: Schüsse: 31 (BS); 32(H) (6:14, 14:12, 11:6)

Bestplayer Saison: Tuffet (BS); Steiner(H)

Bemerkungen: 21. PS Matter. 52. Pfostenschuss Hrabec

 

EHC Basel: Osterwalder (ET: Guggisberg); Hunziker, Fröhlicher, Büsser; Reinhard; Maurer, Liechti; Tuffet, Schir, Marois; Hrabec, Rattaggi, Lanz; Gfeller, Pozzorini, Schnellmann; Lehner, Heughebaert, Vodoz. HC: Albert Malgin, AC: David Malicek. Basel ohne: Hagen, Vogt, Sahli, Cederbaum (verletzt); Probst, Spies, Dietrich, Bertschy (abwesend).

 

Hockey Huttwil: L. Gasser (ET: Zurbuchen); Schütz, Felder; Seematter, Matter; Mosimann, Oberli; M. Gasser, Farner; Steiner, Hess, Meyer; Nägeli, Ruch, Meyer; Kovac, Hain, Born; Gurtner, Lanz, Lerch. HC: Andreas Beutler AC: Daniel Bieri.

 

Rangliste: Rangliste: 1. Sierre 10 Spiele/27 Punkte. 2. Huttwil 10/23. 3. Dübendorf 10/19. 4. Valais Chablais I 10/18. 5. Star Forward 10/15.  6. Basel 10/15. 7. Thun 10/12. 8. Düdingen 10/12. 9, Wiki-Münsingen 9/11. 10. Bülach 10/11. 11. Chur 9/8. 12. Seewen 10/6.

Rang Team Spiele Tore Punkte
1 HC Sierre 10 35:22 27
2 Hockey Huttwil 10 39:28 23
3 EHC Dübendorf 10 37:29 19
4 HC Valais Chablais I 9 35:28 15
5 Star Forward 10 28:29 15
6 EHC Basel 10 34:32 15
7 EHC Thun 10 37:39 12
8 HC Düdingen Bulls 10 23:31 12
9 EHC Wiki-Münsingen 9 28:33 11
10 EHC Bülach 10 32:37 11
11 EHC Chur Capricorns 9 28:34 8
12 EHC Seewen 9 23:37 6